Halbzeit!

Inspiration, Kolumnen

3,3 Millionen Besucher wurden zur Halbzeit des 181. Oktoberfestes auf der Theresienwiese in München gezählt. 3,2 Millionen Maß wurden bisher getrunken, oder zumindest verkauft… Einer dieser Besucher war ich und drei von 3,2 Millionen Maß gehen auf meine Kappe (an  m e h e r en  Tagen, natürlich!)

Krasse Zahlen, wenn man bedenkt, dass München eine Einwohnerzahl von gerade mal 1,475 Millionen an den Tag legt. Ich frage mich, wie eine Stadt, die ohnehin schon aus allen Nähten platzt, es schafft, so viele Menschen in sich aufzusaugen.

Wenn es Außerirdische gibt – die würden sich sicherlich an den Kopf fassen, bei dem Anblick der gestopft vollen Wirtsbuden-Straße von oben. Kein Vor, kein Zurück. Nichts für klaustrophobisch veranlagte Menschen…

Den Italiener scheint das egal zu sein, steht doch das 2. Wiesn-Wochenende traditionell unter dem grün-rot-weißen Stern. Ciao Ragazzi! In Scharen pilgern sie über die Alpen, nur um nach ein paar Maß den irgendwo geparkten Wohnwagen nicht mehr zu finden und ziellos durch München zu irren… (Obacht, Oktoberfestbier ist etwas stärker als Peroni). Aber natürlich kommen auch Besucher aus der ganzen Welt. Und das ist auch gut so, denn was wäre die Wiesn ohne all die Touristen…

Als ich bei meinem letzten Besuch einen Asiaten (leider kann ich immer noch nicht Japaner von Chinesen unterscheiden, deshalb der Sammelbegriff. Shame on me!) gesehen habe, der im Schneidersitz mit geschlossenen Augen vor seinem äh, eigenen (hoffentlich) Erbrochenem saß und immer wieder in seinem Delirium-ähnlichen Zustand mit der Stirn in… Nun ja, jedenfalls dachte ich mir so, neeee echt nicht. Ich bin raus.

Dennoch zieht mich die Wiesn immer wieder in ihren Bann. Wenn zum traditionellen Anstich am Samstag alle festlich gekleidet voller Vorfreude auf die erste Maß (die schmeckt irgendwie immer am besten) über die Festwiese schlendern. Den fantastischen Ausblick aus dem Riesenrad genießen, oder sich beim Kettenkarussellfahren wieder wie ein Kind fühlen. Am liebsten mag ich die Sonntagnachmittage, bei traumhaftem Altweiberwetter im Biergarten sitzend, gemütlich eine Maß zu trinken mit einer ordentlichen Brotzeit – dazu kitzelt die Sonne und der Duft von gebrannten Mandeln abwechselnd die Nase. Herrlich!

 

 

Eine gänzlich andere Welt betritt man, wenn man die nostalgischen Tore zur Oidn Wiesn passiert. Der Eintritt lohnt sich allemal – allein schon wegen der „Fahrt ins Paradies“ oder dem „Flohzirkus“. Bei all den traditionellen Fahrgeschäften, Buden und Ständen fühle ich mich immer ein bisschen wie Olivia Newton John in Grease. „You´re the one that I want. Hach, ja!

Natürlich habe ich nichts gegen eine zünftige Gaudi im Zelt, auf der Bierbank stehend mit dem Maßkrug in der Hand, singend. Aber man muss halt schon maßhalten können mit der Maß…

Und da heute der bayerische Himmel seinen Landesfarben mal wieder alle Ehre erweist, gehe ich jetzt nochmal ein bisschen raus, auf a gmiatliche Maß.

 

Ein Prosit! 😉

 

© themagnoliablossom

 

 

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