Happiness und so

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Kürzlich habe ich einen Artikel zum Thema Glück gelesen, welcher mir Anlass gab selbst einmal darüber nachzudenken, was Glück eigentlich bedeutet…

Vorneweg sei gesagt, dass ich im Moment eher weniger Glück habe – also genau genommen werde ich vom Pech verfolgt. Jawohl! Es ist nicht nur so, dass ich letzte Woche zwei Absagen für Jobs erhalten habe, die ich wirklich sehr gerne angenommen hätte [und das nicht (nur), weil mein Kontostand ein paar Nullen zu viel aufweist – und zwar  v o r  dem Komma] , nein, obendrein hat mein Router am Wochenende so urplötzlich den Geist aufgegeben, als wolle mir ein böser Geist tatsächlich einen Streich spielen. (Die drei Stunden stoisches Warten in der Wartschleife bei der Störungshotline, brachten nichts, außer einem heißen Ohr… Klar!) Und wirklich zu allem Überfluss riss mir bei einem – eigentlich zur Entspannung angedachten – Sonntagsspaziergang mein Flip Flop und ich war gezwungen, barfuß meinen Heimweg anzutreten. Vielleicht als kurze Anmerkung: Es waren an diesem Tage gefühlte 35° C und der unter der Hitze glänzende Asphalt so etwa 65°C… Meine Füße sind übrigens jetzt noch wund.

Nun ja, jammern mag ich nun wirklich nicht. Immerhin kann ich aufrecht gehen, selbstständig atmen sowie essen und trinken (Danke, Mama). Das ist doch schon mal was, nicht wahr?!

Eine Freundin gab mir den Tipp, (den ich in meiner Phasen akuten Selbstmitleids nun wirklich nicht hören wollte) einfach mal dankbar zu sein für das, was man hat. Für das was ich habe. Mhpf. Ja. Das ist gar nicht so einfach. Irgendwas ist ja schließlich immer. Vor lauter Bäumen sieht man sprichwörtlich den Wald nicht mehr.

Tausend Kleinigkeiten bäumen sich zu einer schier unbezwingbaren Hürde auf. Alles erscheint machbar und leichter, wenn doch nur…. Projektion deluxe! Da fällt mir der Esel ein, dem vom Reiter eine Karotte vor die Nase gehalten wird – so als Ansporn immer weiter zu laufen. Nun ist es so, dass Esel ja sprichwörtlich als dumm, äh nicht gerade intelligent gelten.

Ist es also so, dass wir permanent etwas nachlaufen, ja schier hinterherjagen, von dem wir (vermeintlich) glauben, dass dies das ultimative Glück sei? Die vollkommene Erfüllung, in die wir all unsere Hoffnungen, Wünsche und Träume hinein projizieren? Und wenn ja, ist dies Ansporn oder hemmt uns dies in unserem Handeln?

Vielleicht sollten wir, sollte ich, einfach mal innehalten, sich eine Pause vom sich-Sorgen-machen gönnen und einfach mal, ja, nur atmen?! JA! Ich nehme einen tiefen Zug der frischen Sommerluft, strecke meine Nase in den Wind, spüre die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut und atme. Und ehe ich mich versehe, hab ich ein Lächeln auf den Lippen. Glück hat ja angeblich viele verschiedene Formen. Dies ist für mich eine Form von Glück. Wenn ich die Wärme der Sonne auf der Haut und den Wind in den Haare spüre (am liebsten noch am Meer) kann ich alles um mich herum vergessen und einfach nur glücklich und dankbar sein, dieses Gefühl erleben zu dürfen.

Und dieses Gefühl kommt irgendwie von innen heraus. Hängt von nichts und niemandem ab, außer mir selbst. Me, myself and I.

Bild1

Schafft man es, sich von dem Gedanken zu lösen, dass Glück mit dem Eintreten bestimmter Ereignisse oder anderen Personen zu tun hat, ist man völlig frei, sein eigenes, individuelles Glück zu spüren, anstatt dem einen (vermeintlich) großen Glück hinterher zu eifern. Das große Glück ist die Summe aller noch so winzigen happy moments am Wegrand.

Happiness is an inner job.

Ich gebe zu, ganz so einfach ist es nun wirklich nicht, aber ich denke es kann nicht schaden, ab und an mal stehen zu bleiben, zurückzublicken auf das, was man auf seinem Weg bereits erreicht hat, aufzublicken und einfach den Moment zu genießen. Das sind wir ihm mehr als schuldig…

Vor allem, wenn mal wieder ein gerissener Flip Flop (oder Ähnliches) droht eine Lebenskrise auszulösen, sollten wir uns das vor Augen führen.

Denn, Steve Maraboli weiss es:

„Forget yesterday – it has alreday forgotten you.

Don´t sweat tomorrow – you havent´t even met.

Instead, open your eyes and your heart to a truly precious gift – today.”

 

Just in diesem Moment läuft “Don´t worry, be happy“ im Radio. Bei Radio Today! Har har! Hoch 2!

Amen!

 

© the magnoliablossom

 

 

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6 Gedanken zu “Happiness und so

  1. Über das Glück lässt sich unendlich reden, weil jeder eine andere Erwartung an das Glück hat.

    Während mein Partner vor Jahren immer davon aus ging, dass man das Glück festhalten und es für immer bewahren kann, glaube ich nur an den Moment des Glück., Ein Moment, der vorbei zieht, ich muss dann wieder bereit für den nächsten Glücksmoment sein.

    Konstantin Wecker hatte einen weiteren Aspekt, den ich ebenfalls interessant fand. „Nur das sein, in diesem Moment“ Ein Moment ohne Vergangenheit ohne Zukunft. Der Moment ist so wie es ist, vollkommen.

    Es soll sogar ein Volk geben, dass in ihrer Sprache weder die Vergangenheit noch die Zukunft noch Zahlen kennt. Sie sprechen nur ind er Gegenwart. „ich kommentiere deinen Beitrag“ Sie sind in ihrem Geist nur im hier und jetzt. Daher schauen sie weder ängstlich in die Zukunft und noch in die Vergangenheit. Sie sahen zufrieden aus und ich fand, das das auch ein großes Glück ist..

    Zufrieden zu sein – einfach so ..ohne diese an materiell Dinge oder Menschen zu binden. Zufriedenheit schließt Wünsche und Hoffnungen nicht aus.

    Ein Volltreffer im Lotto wäre ein großes Glück, keine Frage, aber ob der Volltreffer mich deshalb glücklich macht ?

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  2. Hallo Flotterblogger,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ja, über das Glück lässt sich wahrhaftig unendlich viel schreiben. Ich finde auch, dass das Glück an sich etwas sehr Individuelles, Persönliches ist. Was dem einen Lächeln ins Gesicht zaubert, lässt den anderen im Herzen kalt. Daher ist es schwer, ja schier unmöglich eine Definition von Glück abzugeben. Ich selbst definiere Glück für mich immer wieder neu.

    Den Aspekt mit dem Volk, welches weder Zukunft noch Vergangenheit kennt, finde ich interessant. Schafft man es, an jedem noch so tristen Tag, in jeder scheinbar aussichtlosen Situation etwas Positives zu entdecken – und diesen Moment zu genießen und zu verinnerlichen, ist man ganz nah dran am Glück.

    Glück hat auch etwas mit Loslassen zu tun, denke ich. Den Moment als solchen würdigen, ihn aber auch wieder ziehen lassen – ohne Wehmut. Der Nächste kommt ganz bestimmt. 🙂

    Ich wünsche dir, glücklich zu sein. Ob mit Volltreffer im Lotto, oder ohne 😉
    Und für den Anfang: Ein schönes Wochenende

    Liebe Grüße

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    1. Ich hab´s mal versucht nachzumachen und wollte einen Beispiel folgend, jeden Tag eine Glücksliste mit ca. 10 Pkt. zuerstellen, d.h. jeden Tag aufschreiben, was mich glücklich gemacht hat.
      Das war eeeeeecht schwer.
      Ich fand ausrechendes über das, was mir eher den Trübsal beschert hatte, aber glücklich?
      Dann fiel mir auf, das sich den Blick für das tägliche kleine Glück verloren hatte.
      Dabei kann ich mich jeden Tag glücklich schätzen, das ich gesund bin, dass ich von Menschen umgeben bin, die mich mögen und und und..vielleicht bin ich heute besonders glücklich, weil heute die Sonne nicht sooo dolle scheint 😉

      Achja..das Volk ohne Zeit und Zahlen. Sie können z.B. auch nicht sagen wie viele Kinder sie haben. Sie nennen einfach jedes Kind beim Namen. Das hat auch was..finde ich. weil es näher an der Persönlichkeit dran ist 😉

      LG Ostseemaus

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